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... eine Gruppe Gleichgesinnter in Sachen Schreiben.
Sie träumen davon, ein Kinderbuch oder eine Autobiografie zu schreiben.
Sie wollen schreibend äußere und innere Landschaften erkunden.
Sie stocken in der Mitte einer Facharbeit oder einer Kurzgeschichte.
Sie müssen für Ihre Firma einen Homepagetext entwickeln.
Sie brauchen einen Flyer für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.
Sie sollen für Ihre Abschlussarbeit ein Exposé schreiben.
Sie möchten Methoden gegen Schreibprobleme kennen lernen.
Sie brauchen Hilfe bei der Textkorrektur.
Sie möchten alle Gebrauchsmöglichkeiten des Wortes kennen lernen.
Sie glauben, dass es Zeit ist, mit dem Schreiben zu beginnen.

Kirsten Alers

Schreibpädagogin seit 1993
Diplompädagogin
Literacy Manager
Journalistin

Fachbuch zur Schreibgruppen­pädagogik

Kirsten Alers: Schreiben wir! Eine Schreibgruppenpädagogik
Erschienen im Schneider Verlag Hohengehren
2. korrigierte Auflage 2018, ISBN 978-3-8340-1874-8


Schreib-Blog

18. Januar 2021

Lioba Happel: Frisch gekürt

mit dem Alice Salomon Poetik Preis 2021

Am 16. Januar wurde der Alice Salomon Poetik Preises 2021 verliehen. Die Schriftstellerin und Sozialarbeiterin Lioba Happel (geb. 1957) erhielt den Preis im Rahmen des Neujahrsempfangs der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Da die Veranstaltung ohne Publikum stattfand und aufgezeichnet wurde, kann sie auf der Website der Hochschule angeschaut werden. Oder auf youtube.
Insbesondere die Dankesrede der Preisträgerin (ab Minute 70) ist überaus berührend und Mut machend. Sie, eben auch studierte Sozialarbeiterin und immer wieder auch als solche tätig, bricht eine Lanze für „das Helfen, die oft weggespottete Fähigkeit“ und für die Soziale Arbeit als „größte aller Künste“, weil sie es vermag, „die Welt des Ichs und die Welt des Nicht-Ichs“ zu verbinden und eine Haltung sozialer Intelligenz zu entfachen vermag, die dazu ermuntert, die Augen aufzumachen, zu erkennen und einzugreifen – zur Not auch menschenunwürdige Verhältnisse einzureißen: „Denn etwas stimmte immer noch nie, niemals im Gefüge der Welt.“ Menschen, die in der Sozialen Arbeit und im Schreiben sich verorten, sollten sich diese Dankesrede der Lioba Happel unbedingt anhören.
Lioba Happel – bis vorgestern hatte ich noch etwas von dieser Schriftstellerin gehört oder gar gelesen. Was ich bedaure. Denn sie widmet sich den brennendsten und dauerbrennendsten gesellschaftlichen Missständen – und kann durch eine kompetente Ästhetisierung des Alltags überzeugen, ohne mit erhobenem pädagogischen Zeigefinger überzeugen zu wollen, so eine der Begründungen der Jury.
Möglicherweise wird dann demnächst folgender Satz, der eine kreative Abwandlung bzw. Umkehrung eines Verses aus dem Gedicht An die Nachgeborenen von Bertolt Brecht ist („Was sind das für Zeiten, / wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, / weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.“), an der Südfassade der Hochschule zu lesen sein: „Was sind das für Zeiten, in denen kein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist.“ Dort steht jetzt noch ein Gedicht der Alice Salomon Poetik Preisträgerin von 2017, Barbara Köhler (1959–2021), die vor zehn Tagen leider gestorben ist. (Das Gedicht wird nicht deshalb überschrieben, sondern weil die Texte an dieser Wand in festgelegtem Turnus wechseln.)

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