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... eine Gruppe Gleichgesinnter in Sachen Schreiben.
Sie träumen davon, ein Kinderbuch oder eine Autobiografie zu schreiben.
Sie wollen schreibend äußere und innere Landschaften erkunden.
Sie stocken in der Mitte einer Facharbeit oder einer Kurzgeschichte.
Sie müssen für Ihre Firma einen Homepagetext entwickeln.
Sie brauchen einen Flyer für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.
Sie sollen für Ihre Abschlussarbeit ein Exposé schreiben.
Sie möchten Methoden gegen Schreibprobleme kennen lernen.
Sie brauchen Hilfe bei der Textkorrektur.
Sie möchten alle Gebrauchsmöglichkeiten des Wortes kennen lernen.
Sie glauben, dass es Zeit ist, mit dem Schreiben zu beginnen.

Kirsten Alers

Schreibpädagogin seit 1993
Diplompädagogin
Literacy Manager
Journalistin

26+4

Eine Heft-Reihe zu Einzelaspekten des Kreativen Schreibens mit mannigfaltigen Verfahrensvorschlägen für Schreibgruppenleitungen und Schreibende


Schreib-Blog

3. August 2026

Künstler:innen-Bücher machen

Bericht über eine (fast private) Weiterbildung

Gern wäre ich länger geblieben! Vier Tage konnte ich mich ,austoben‘ mit Farben, Schere, Kleber … Ich habe an einem Workshop der Sommerakademie der vhs Diepholz im Tagungshaus Freudenburg in Bassum. Er hieß „Die ,Blaue Stunde‘“ und wurde geleitet von der Künstlerin und Künstler:innenbüchermacherin Constanze Kreiser.
Jenseits dessen, dass ich experimentieren und lernen durfte (über bildnerische und buchbinderische Techniken), habe ich natürlich interessiert verfolgt, wie Constanze Kreiser den Kurs aufgebaut hat. Insgesamt haben wir 17 Aufgaben bekommen – jedenfalls ich, schon morgens vor dem offiziellen Gruppenstart und bis spät in die Nacht habe ich die Möglichkeiten genutzt, mich kreativierend im Gruppenraum aufgehalten!
Wir begannen mit schreibbasiertem Assoziieren zur Farbe Blau und zur Blauen Stunde (der kurzen Zeit kurz vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang). Parallel dazu haben wir bereits mit großformatige Bögen mit Kleister und Akrylfarbe bearbeitet, um anschließend Blautöne bestimmten Farbnamen wie Himmelblau oder Delfter Blau zuzuordnen, auch eigene Wortschöpfungen waren gefragt zu Blautönen.
Im nächsten Block erstellten wir abermals großformatige Kleisterpapiere, auf die wir zuvor Strukturen oder Muster z. B. mit Wachskreide gesetzt hatten; parallel dazu (wir konnten immer nur einzeln am Kleistertisch arbeiten) positionierte ich erste Kürzesttexte (die auch immer wieder entstanden, jedenfalls bei mir) auf große weiße Blätter, und wir falteten ein Kurstagebuch. Es folgte eine Zeicheneinheit mit der Aufgabe, mich bei einer Tätigkeit in der Blauen Stunde und den Ort dieser Tätigkeit zu zeichnen; aus einer dieser Zeichnungen erstellten wir je eine Schablone, mit der eine Art Siebdruckbild entstand. Anschließend lernten wir die Buchbindetechnik Secret Belgian Binding kennen, falteten ein paar Lagen Blankopapiere und bezogen Buchdeckel und -rücken, um später die Lagen damit zu verbinden.
Im dritten Block ging es zunächst ums Thema Collage, wozu die zweite Zeichnung aus dem vorigen Block verwendet werden sollte; sodann hatten wir die Aufgabe, ebenfalls collagierend, auf sechs Bildchen in abstrakter Ausdrucksweise zu zeigen, was jede von uns persönlich in der Blauen Stunde sieht, hört, riecht, schmeckt, tastet und wie sie sich körperlich (im Raum) wahrnimmt. Anschließend sprachen wir über die Aufteilung von Texten und bildnerischen Elementen auf Zeitschriften- und Buchdoppelseiten, um uns dann individuell erste Gedanken zu einem Konzept für unser jeweiliges Künstler:inbuch zu machen.
Parallel zur skizzierenden Konzeptarbeit, während der wir einzeln beraten wurden, nähten wir ,zur Erholung‘ Lagen in unseren vorgefertigten Buchumschlag ein und konnten auch noch einen Umschlag herstellen für unser Buch, falls gewünscht. Und wenn während der Arbeit am ,Hauptwerk‘ mal ein wenig Erholung nötig hatten, gab es die erstellung eines Leporellos als Aufgabe zum Thema „Wasser und Nachhimmel“.
Beseelt und wieder einmal angestoßen zur bildnerischen Arbeit und ermutigt zur Erweiterung meiner Ausdrucksmöglichkeiten und Kurskonzepte – vor Ort ist ,nur‘ ein chaotisches ,Werk‘ mit dem Titel „eine nebenspur“ fertig geworden, mein Leporello, das vielleicht die Bezeichnug Künstlerinbuch gar nicht ,verdient‘, aber eben aus der Konzepterstellungsphase hervorgegangen ist, habe ich erst zuhause vollendet.

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