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... eine Gruppe Gleichgesinnter in Sachen Schreiben.
Sie träumen davon, ein Kinderbuch oder eine Autobiografie zu schreiben.
Sie wollen schreibend äußere und innere Landschaften erkunden.
Sie stocken in der Mitte einer Facharbeit oder einer Kurzgeschichte.
Sie müssen für Ihre Firma einen Homepagetext entwickeln.
Sie brauchen einen Flyer für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.
Sie sollen für Ihre Abschlussarbeit ein Exposé schreiben.
Sie möchten Methoden gegen Schreibprobleme kennen lernen.
Sie brauchen Hilfe bei der Textkorrektur.
Sie möchten alle Gebrauchsmöglichkeiten des Wortes kennen lernen.
Sie glauben, dass es Zeit ist, mit dem Schreiben zu beginnen.

Kirsten Alers

Schreibpädagogin seit 1993
Diplompädagogin
Literacy Manager
Journalistin

26+4

Eine Heft-Reihe zu Einzelaspekten des Kreativen Schreibens mit mannigfaltigen Verfahrensvorschlägen für Schreibgruppenleitungen und Schreibende


Schreib-Blog

7. September 2026

Tag 1 danach

Was fühlen, was denken, wie handeln

Es ist nicht zu fassen. Ich kann fast nicht sprechen. Wir können sie …, was denken sie, was sie …, was glauben sie, wird … Also … Und jetzt? Was kann ich?
Die AfD wurde in Sachen-Anhalt mit Abstand zur stärksten Kraft. 44 Prozent der Erwachsenen, die in diesem Bundesland zur Wahl gegangen sind, haben eine rechtsextreme, diskriminierende und menschenverachtende, Hass und Spaltung schürende, grobschlächtig und widerwärtig agierende Partei gewählt. Da kann niemand mehr von Denkzettel und Protest etc. sprechen. Da haben sich Hunderttausende von der vereinfachenden mit Lügen durchsetzten Propaganda überzeugen lassen und bewusst diese Partei gewählt.
Ich war, ich bin erschüttert. Lesen sie denn nicht das Programm? Glauben sie denn wirklich an das, was angeblich all ihre Probleme löst? Ich kann es nicht fassen!
Die Wahl fand demokratisch statt, aber die Partei, die jetzt womöglich den Ministerpräsidenten stellen wird, ist doch keine Partei wie alle anderen Parteien – da kann man doch nicht beim „Das ist Demokratie“-Argument stehen bleiben. Sie muss bekämpft werden, einem Verbotsantragsversuch stimme ich unbedingt zu – auch, wenn das nicht das Denken und Handeln der Akteur:innen und der Wähler:innen ändert, aber es ändert die mediale Präsenz, die dann nämlich einen Einbruch erlebt. Diejenigen, die dann nicht mehr so einfach agieren können, müssen sich neue Kanäle aufbauen – das werden sie tun, aber erst einmal können sich die Akteur:innen der Zivilgesellschaft wieder stärker positionieren (Heribert Prantl nannte die Eröffnung des Verfahrens in der SZ vom 27. 8. 2026 ein „Care-Paket zur Rettung der Demokratie“). Jedenfalls hege ich Hoffnungen in dieser Richtung.
Und was kann ich jetzt tun, um aus der Schockstarre herauszukommen, die nur denen nützt, die jetzt jubeln? Überall, wo ich Grausiges höre, zumindest sagen: „Das sehe ich anders.“ Oder etwas erkunden, um es in Debatten anführen zu können, was sich hundertprozentig zum Schlechteren wenden würde, käme die AfD an die Macht, z. B. die Situation in Medizin und Pflege. Oder meinen Bundestagsabgeordneten schreiben und mich für die Reform der Sozialreform einsetzen, damit die Projekte, die Menschen fördern und schützen, nicht aufgeben müssen. Und über Werte reden – und sie mit den Parteiprogrammen abgleichen.
Jedenfalls nicht nichts tun. Nach der Schockstarre und dem Trauern oder Jammern (was wir ja auch erst einmal müssen) die vielfältigen Lebensräume für alle und alles stärken.

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