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... eine Gruppe Gleichgesinnter in Sachen Schreiben.
Sie träumen davon, ein Kinderbuch oder eine Autobiografie zu schreiben.
Sie wollen schreibend äußere und innere Landschaften erkunden.
Sie stocken in der Mitte einer Facharbeit oder einer Kurzgeschichte.
Sie müssen für Ihre Firma einen Homepagetext entwickeln.
Sie brauchen einen Flyer für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.
Sie sollen für Ihre Abschlussarbeit ein Exposé schreiben.
Sie möchten Methoden gegen Schreibprobleme kennen lernen.
Sie brauchen Hilfe bei der Textkorrektur.
Sie möchten alle Gebrauchsmöglichkeiten des Wortes kennen lernen.
Sie glauben, dass es Zeit ist, mit dem Schreiben zu beginnen.

Kirsten Alers

Schreibpädagogin seit 1993
Diplompädagogin
Literacy Manager
Journalistin

Fachbuch zur Schreibgruppen­pädagogik

Kirsten Alers: Schreiben wir! Eine Schreibgruppenpädagogik
Erschienen im Schneider Verlag Hohengehren
2. korrigierte Auflage 2018, ISBN 978-3-8340-1874-8


Schreib-Blog

23. Januar 2023

Kreatives Schreiben …

… wenn 828 Millionen hungern?

Laut UN-Bericht sind mehr als 10 Prozent der Erdbevölkerung mit Hunger konfrontiert, viele gar vom Hundertod bedroht. Was tue ich dagegen? Was kann ich tun? Darüber schreiben? Sich hineinschreiben? Sich davon wegschreiben? Etwas Entgegengesetztes schreiben? Etwas Schönes, Heiles schreiben? Täglich einen Leser:inbrief verfassen? Scham und Wut und Ohnmacht schreiben? Petitionen unterschreiben? Journalist:in werden? Gar nicht schreiben, sondern spenden und weinen? Sich anketten oder festkleben? Erstarren und schreien? Einer (linken) Partei beitreten? Ein Ehrenamt ausüben? Alles hinter sich lassen und sich einer Hilfsorganisation anschließen?
Ich stelle mir diese Fragen und sage Ja. Ja als Antwort auf alle. Alles schon gemacht – bis auf das letzte. Ich stelle mir die Fragen und weiß, dass es Luxusfragen sind. Dass ich extrem privilegiert bin. Ich bin nicht von Hunger, nicht von Bomben bedroht, bin so gut wie keiner Diskriminierung ausgesetzt. Und doch muss ich jeden Tag BESCHLIESSEN, meiner Arbeit nachzugehen – trotz oder wegen alledem? Obwohl ich gern so viel ändern würde und keinen überzeugenden Ansatzpunkt finde.
Ich mache dieses oder jenes kleine Bisschen und gehe einfach immer weiter meiner Arbeit nach. Erdenke Impulse für darüber, für hinein, für davon weg, für Entgegengesetztes, Schönes, Heiles, für Wut und Ohnmacht usw. Und sage, dass wir die Verantwortung tragen: für Ausbeutung, Hunger, Klimawandel. Mehr ist es nicht. Manchmal schäme ich mich. Manchmal denke ich: Wenn alle wenigstens so wie ich … Dann wieder Ohnmacht. Usw. Und du?

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